Was sagt martin rütter zu französischen bulldoggen?
Die Französische Bulldogge hat sich in den letzten Jahren zu einer der populärsten Hunderassen weltweit entwickelt. Trotz ihrer Beliebtheit war es jedoch noch nie von Vorteil, als „Modehund“ zu gelten, und die Tiere selbst zahlen oft einen hohen Preis für diesen Trend. Der bekannte Hundetrainer Martin Rütter hat sich immer wieder zu den Herausforderungen geäußert, mit denen diese Rasse konfrontiert ist.
Modehund mit besonderer bürde
Martin Rütter hebt hervor, dass die Französische Bulldogge als Modehund eine besondere Bürde trägt. Diese Hunde sind oft mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen belastet. Atemnot, Bindehautentzündungen, Mittelohrentzündungen sowie strukturelle Anomalien wie eine verkrüppelte Wirbelsäule zählen zu den häufigsten Beschwerden. Viele dieser Erkrankungen sind direkt von der speziellen Zuchtform dieser Rasse verursacht, die auf ein niedliches Aussehen abzielt, aber die Tiere körperlich enorm belastet. Halter müssen zudem mit hohen Tierarztkosten rechnen, da viele Hunde unter chronischen Gesundheitsproblemen leiden.
Häufige gesundheitliche Probleme:
- Atemnot
- Bindehautentzündungen
- Mittelohrentzündungen
- Verkrüppelte Wirbelsäule
Gesunde alternativen und martin rütters empfehlungen
In Anbetracht dieser gesundheitlichen Herausforderungen empfiehlt Martin Rütter alternative Hunderassen, die sowohl gesundheitlich robuster als auch aktiv und gelehrig sind. Beispielsweise sind Border Collies für ihren starken Arbeitsinstinkt bekannt und gelten als eine der gesündesten Hunderassen. Rütter spricht auch von Rassen wie dem Greyhound und dem Podenco – sie sind ausgeglichene Gesellschafts- und Begleithunde, die gut mit Kindern harmonieren. Hierbei handelt es sich um Rassen, die nicht gezielt auf ein extremes äußeres Erscheinungsbild gezüchtet wurden, was sich positiv auf ihre Gesundheit auswirkt.
Empfohlene Hunderassen:
- Border Collie
- Greyhound
- Podenco
Kuscheln und charakter der französischen bulldogge
Ein weiterer Aspekt, den Rütter thematisiert, ist das Verhalten der Französischen Bulldogge. Trotz ihrer gesundheitlichen Fragilität sind diese Hunde für ihre liebevolle und anhängliche Art bekannt. Sie mögen es, in der Nähe ihrer Menschen zu sein und kuscheln gerne. Diese sozialen Tiere, oft als kleine „Diven“ bezeichnet, ziehen die Aufmerksamkeit ihrer Halter an und genießen es, im Mittelpunkt zu stehen. Ihre gesellige und anschmiegsame Natur macht sie zu einer beliebten Wahl für viele Hundebesitzer, auch wenn die gesundheitlichen Risiken nicht aus den Augen verloren werden dürfen.
Gesundheitsrisiken und todesursachen
Ein besorgniserregendes Problem, das Rütter nicht unerwähnt lässt, ist die häufigste Todesursache bei Französischen Bulldoggen: Atemwegserkrankungen, insbesondere das Brachyzephale Syndrom. Diese Erkrankungen sind direkte Folge der züchterischen Praxis, die auf kürzere Schnauzen abzielt. Die Symptome sind für die Halter oft sofort erkennbar: lautes Schnarchen und Atemgeräusche können Anzeichen für ernsthafte gesundheitliche Probleme sein. Viele Hunde leiden unter Atemnot, besonders bei Anstrengung oder intensiven Wetterbedingungen, was die Lebensqualität erheblich einschränkt.
Häufige Symptome:
- Lautes Schnarchen
- Atemgeräusche
- Atemnot bei Anstrengung
Zusammengefasst zeigt sich, dass die Französische Bulldogge trotz ihrer Beliebtheit viele Schattenseiten hat. Es ist wichtig, bei der Wahl eines Hundes die gesundheitlichen Aspekte zu berücksichtigen und sich über geeignete Alternativen zu informieren. Hundeliebhaber sollten nicht nur auf den Trend achten, sondern auch das Wohl des Tieres im Fokus haben.
Wenn dein Hund dich häufig leckt, könnte das daran liegen, dass er sich wohlfühlt und eine enge Bindung zu dir hat, was oft als "hund schleckt maul" beschrieben wird.