Warum ist die lebenserwartung von doggen so niedrig?
Die Deutsche Dogge ist eine majestätische Hunderasse, die für ihre Größe, Kraft und Sanftmut bekannt ist. Trotz ihrer beeindruckenden Erscheinung sieht sich diese Rasse jedoch mit einem ernsthaften Problem konfrontiert: der relativ niedrigen Lebenserwartung. Viele Doggen erreichen nur ein Alter von sechs bis acht Jahren, was im Vergleich zu anderen Rassen als kurz angesehen wird.
Ursachen für die niedrige lebenserwartung
Die Ursachen für die geringe Lebenserwartung der Doggen können auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden. Ein zentraler Aspekt ist die geringe genetische Vielfalt innerhalb dieser Rasse. Zu viele Züchter setzen auf Inzucht, was zur Inzuchtdepression führt und gefährliche Erbkrankheiten anhäuft. Dies hat zur Folge, dass viele Doggen an genetischen Krankheiten leiden, die sowohl ihre Lebensqualität als auch ihre Lebensspanne erheblich verringern können. Zu diesen Krankheiten zählen unter anderem:
- Herzprobleme
- Orthopädische Erkrankungen
- Eine erhöhte Anfälligkeit für Krebs
Kosten für doggenwelpen
Wer sich für den Kauf eines Doggenwelpen interessiert, sollte auch die finanziellen Aspekte nicht außer Acht lassen. Im Durchschnitt kosten Deutsche Dogge-Welpen zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Dieser einmalige Kaufpreis ist jedoch nur der Anfang. Zukünftige Hundebesitzer müssen zusätzlich in die Erstausstattung investieren, die Folgendes umfasst:
- Futter
- Spielzeug
- Einen sicheren Schlafplatz
- Tierärztliche Untersuchungen
Diese sind alles notwendige Ausgaben, die in die Entscheidung für den Erwerb eines Hundes einfließen sollten.
Mischlinge als alternative?
In den letzten Jahren haben Mischlingsrassen an Popularität gewonnen. Viele Menschen ziehen es vor, einen Mischling aus verschiedenen Rassen zu adoptieren, da diese oft als robuster und weniger anfällig für die typischen Rassekrankheiten gelten. Beliebte Pudel-Mischlingsrassen wie der Maltipoo oder der Labradoodle erfreuen sich großer Beliebtheit und werden häufig als geeignete Hunde für Anfänger angesehen. Sie sind oft leichter erziehbar und passen sich gut an verschiedene Lebenssituationen an, was sie zu einer attraktiven Wahl für potenzielle Hundebesitzer macht.
Kritik an designer-hunden
Allerdings gibt es auch kritische Stimmen zu den sogenannten „Designer-Hunden“. Martin Rütter, ein bekannter Hundetrainer, äußert sich skeptisch über die Vermarktung solcher Mischlinge als allergikerfreundliche Haustiere. Er bezeichnet diese Ansprüche als „reines Marketing“ und warnt vor den potenziellen gesundheitlichen Problemen, die auch Doodle-Kreuzungen betreffen können. Dies zeigt, dass die Entscheidung für einen Hund weit über die Ästhetik hinaus gehen sollte und verantwortungsvolle Zuchtpraktiken und Gesundheitsaspekte ein wichtiger Teil des gesamten Prozesses sind.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Wahl des richtigen Hundes gut überlegt sein sollte. Ob Dogge oder Mischling, die gesundheitlichen und finanziellen Aspekte müssen stets in die Überlegungen einfließen, um ein glückliches und gesundes Leben für das Haustier zu gewährleisten.
Wenn dein hund rennt, kann das sowohl auf Freude als auch auf Unruhe hindeuten.